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On the road with Lt.Mosh und Gtuk 06/07

Fr 29.12.06 Göttingen - Juzi

129.000 Einwohner und wenig erwähnenswertes

["On the Road again,
Just can't wait to get on the road again,
The life i love is making music with my friends,
And I can't wait to get on the road again" (Willie Nelson - On the road again)]

Nach wochenlanger, rührseeliger Vorfreude konnte es endlich losgehen. Wie schon auf unserer Tour im Frühjahr waren wir mit dem Sprinter von LSD-Trips unterwegs, in dem man wie auf Wolke 7 von Konzert zu Konzert dahinfuhr. Nachdem die ganze Antitainment-Bande (+ Prodi) eingesammelt war ging es schnurstracks nach Münster um die Metalcore-Kids von Lt.Mosh einzusammeln, die bereits vor ihrem Proberaum warteten und Windmills und Spin-Kicks trainierten. Ok, in Wirklichkeit warteten wir wir vor deren Proberaum und trainierten DVD's gucken. Wir hatten nämlich neuerdings zwei Bildschirme und endlos viele Filme am Start. Als dann die Mosher (von meinem Vater im Vorfeld fälschlicherweise mit "Ernst Mosch und seine Egerländer" verwechselt) eintrafen ging es auch schon bald los. Die Jungs (und Mercherin Ina) hatten ein fast so cooles Vehikel wie wir: Einen stilsicheren Ford Escort Kombi, kindly endorsed by Jerry's Autovermietung.
Der von mir vermutete Katzensprung von Münster nach Göttingen blieb aus. Nach einer kurzen Pause auf dem Brocken(Harz) kamen wir erst so gegen 6 in Göttingen an. Dort gab es dann veganischen Döner mit viel Knoblauch und ein Kurzreferat von Benni(Lt.Mosh) über die ereignisreiche Geschichte des Juzis. Die Moschers hatten sich gut auf die Tour vorbereitet und von nun an für jede Stadt auf der Tour ein Referat vorbereitet. Eine für uns bildungsfernen Asselpanks eine schier endlose Quelle der Weisheit.
Als wir uns dann irgendwann aus unserem Backstageraum in den Saal bequemten stellten wir fest, dass es brutalst voll war. Sicher so 130-150 Leute. Sehr schön.
Wir spielten nach Lt.Mosh und es war wirklich eine ziemlich coole Show. Viele Leute kannten unsere Texte, und wir spielten angeblich 50 Minuten. Das halte ich allerdings für eine Unterstellung.

Sa 30.12.06 Braunschweig - Nexus

245.000 Einwohner. Zweitgrößte Stadt Niedersachsens, Heimat eines großen Schornsteins, der New Yorker Phantoms Braunschweig und schon bald Wissenschaftsstadt


["Als Chef musst du wie ein Chamäleon musst du eigentlich besser sein als ein Chamäleon. Ja nicht nur die Hautfarbe wechseln, sondern bei Bedarf in ein komplett neues Tier verwandeln.
Chamäleon zack Tiger zack Dackel zack." (Stromberg - Mobbing)]

Der Tag begann damit die Feldbetten einzupacken, durch den Regen zurück zum Club zu laufen und TobiUweProdi zu suchen. Die schliefen dann von Hartalk zersetzt, friedlich im Bus. Wir aßen dann ein reichhaltiges Frühstück ohne Lachs, aber mit Butter. Benni(Veranstalter, Basser von 244gl und der coolste Dude des Universums) hält Butter für essentiell und verrät uns wo man Butter am besten kühl im Tourbus lagern kann, denn er sagte uns vorraus, dass Butter keine Selbstverständlichkeit auf einer Tour durch AJZs ist. Er sollte Recht behalten. Die Butter nahmen trotzdem nicht mit.
Nächster Halt: Schwimmbad Seewiese. Dieses Bad kannten wir bereits aus dem Vorjahr. Auf der Speedrutsche setzte Jo schon zu Beginn mit 4.82 Sekunden eine Marke. Ein Spitzenwert der nicht mehr getoppt werden konnten. (Ok, aber nur von den bierbäuchigen Papis in ihren Speedos).

Braunschweig erreichten wir dann dank Navi ohne Probleme. Es gab leckeres Essen und Domenik hielt sein Referat nach dem Soundcheck von der Bühne aus.
Es wurde nicht wirklich voll. Aber so 40 Leute werden es schon gewesen sein. Diesmal fingen wir an und spielten ein gewohnt routiniertes Set runter und Lt.Mosh zogen anschließend gleich. Der Rest des Abends wurde mit kickern und DVDs verbracht.

 

So 31.12.07 Kiel - Alte Meierei

232.000 Einwohner, ehemals Holstenstadt tom Kyle, Förde, Skandinavienkai, älteste Fussgängerzone der Galaxie, Heimat von Andi Köpke und "Wölli"


["Switch off the lights,
And close your eyes.
Feel the energy inside.
Chily-bo, chily-bo, chily-bo.
FIRE!" (Scooter)]

Pünktlich zwei Stunden vor dem vereinbarten Aufstehtermin wachte ich auf dem Hochbett unseres Vans auf. Trotz Müdigkeit konnte ich nicht mehr einpennen und ich tröstete mich mit dem Rest meines Tetrapaks mit direktgepressten Orangensaft. Kurz später protestierte mein Magen dagegen, dass der Saft die letzten Stunden vor dem Heizgebläse verbrachte. Also kotzte ich mir erstmal im kalten Braunschweiger Regen zwischen abgeschlossenem Club und einem verwaisten Hornbach die Seele aus dem Leib. Kein guter Start in einen Tag.
Nach einer unspektakulären Fahrt über windige norddeutsche Autobahnen, vorbei am Brocken(Harz), kamen wir überpünktlich in Kiel an. Als erstes suchten wir natürlich den "Strand" und wir fanden ihn nie. Schlussendlich begnügten wir uns mit einem kargen Industriehafen, der vor uns wahrscheinlich noch nie zuvor Touristen gesehen hatte. Ein alter Kahn, eine Fabrikhalle, ein gesperrter Anleger und weit und breit kein Meer. Das war alles.
Als wir unsere Sachen in die Alte Meierei gefahren hatten machten wir uns nochmal zu Fuss nach downtown Kiel. Wir holten meine Freundin Lena vom Bahnhof ab und schlenderten herum und hörten bei Kaffee und heißer Schokolade in einer Hafenspelunke am Schwedenkai ein schönes Referat.
Zurück am Club wurden immer noch keine Anstalten gemacht die Show anfangen zu lassen. Es sollten neben uns noch KILLING FROST aus Portugal, KINGDOM und COBRETTI aus Köln spielen. Undemokratisch wurde uns mal wieder die undankbare Position des "Headliners" untergejubelt. Wir befürchteten das Schlimmste.
So sollte es aber nicht kommen. Nach dem ganzen Geböller und Geballer (Feuerwerkskörper und Bands - ihr wisst schon) gingen wir auf die Bühne. Die Bühne war in dem Fall eine ca- 10 cm hohe, wackelige Konstruktion, die vor die eigentliche Bühne des Ladens, auf der nur ein DJ-Pult stand, gestellt wurde. Von den knapp 300 Gästen waren noch die meisten da. Nichtsahnend bauten wir auf, doch schon nach den ersten Tönen brach die Hölle los. Die Meute pogte, divte, headwalkte (z.B. über Quoties Gesicht) und sang heftigst mit. Der absolute Wahnsinn. Nur durch 3-Mann Security durch die Lt.Mosh-Jungs konnte ich halbwegs sicher spielen, sonst wäre mein Tastenkram sofort ruiniert gewesen. Tobi sang vom Publikum weg um sein Effektgerät uns Mikro zu schützen, was ihm nicht gelang. Ich musste ihm zigmal das Kabel neu einstöpseln. Leider löschte ich durch eine unglückliche Handbewegung sämtliche Speicher meines Samplers, wodurch wir nicht alle Songs spielen konnten.
Nach unserer Show gab es noch eine fette Diskoparty mit genialer Musik. Circle-Pits zu Blümchen, große Gefühle bei Roxette und Scooter. Mein bislang aller-allerbestes Sylvester. No competition! In der leeren Wohnung vom Tackleberry-Peder wartete dann ein beseelter 2-stündigen Schlaf auf mich.

 

Mo 1.1.07 Berlin - Subversiv

3.400.000 Einwohner, unglaublich trendige Stadt, neue Heimat ehemaliger Klassenkameraden mit chicen Frisuren

["They see me rollin
They hatin
Patrolling they tryin to catch me ridin dirty
Tryin to catch me ridin dirty
Tryin to catch me ridin dirty " (Chamillionaire - Ridin dirty)]

Denn kurz nach dem Einschlafen musste ich Lena auch schon wieder zum ICE-Bahnhof bringen. Die anderen hatten aber auch nicht viel mehr Zeit zum schlafen, denn es stand noch eine lange Fahrt zu einer Matinee-Show an. Am ERSTEN ERSTEN. Nach dem Frühstück in der Meierei holten wir noch Renke von Zeitstrafe-Records ab, der uns von nun an begleiten sollte. Heute war es noch viel windiger als am Vortag und unser hoher Sprinter verzeiht keine Unaufmerksamkeit. Und der Weg zog sich. Landstrassen, Stau, Rastpause auf dem Brocken(Harz), Baustelle um Berlin-Tegel - Bäh.
Am Subversiv angekommen ging dann wieder alles recht schnell. Ausladen, aufbauen und spielen, denn es war bereits nach fünf. Vor uns spielten noch "Abenteuer Auftauen", mit denen wir vor einiger Zeit mal in Zittau gezockt hatten. Bei dem Bandnamen muss ich immer an Han Solo, bzw. Sylvester Stalone in Demolition Man, aber ich bin sicher die meinen was anderes.
Wir und die Moscher spielten erneut ein sehr souveränes Set. Und es war auch erstaunlich voll. Über 100 Leute im kleinen Subversiv-Keller. Danach waren wir aber alle ziemlich am Sack und waren froh als es endlich zu unseren Pennplätzen ging. Prodi, Uwe, Jo und ich schliefen bei Rolf im schmucken Stadtteil Neukölln. Angeblich nur zwei Strassen von der Rütlischule entfernt.. Ich wünschte, wir hätten ihr einen Besuch abgestattet. Schade.

 

 

Di 2.1.07 Halle - Reilstrasse 71

243.000 Einwohner, Heimat von Haloren, Hallensern und Hallunken, ein Stadtwappen, das in seiner Eindeutigkeit zu wünschen übrig lässt

["I think that someone is trying to kill me
Infecting my blood and destroying my mind
No man of the flesh could ever stop me
The fight for this fish is a fight to the death"
(Mastodon - Blood&Thunder)]

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Rolf und vor allem seiner gesprächigen Mitbewohnerin Lisa (7 Jahre) fuhren wir nach Friedrichshain um Gtuk-Bastian einzusammeln. Yes, endlich konnte die richtige Tour beginnen. Aber, stop! Leider mussten wir hier Ina zurücklassen, denn ihr Professor hatte sie spontan nach Hause bestellt um irgendwas an ihrer Diplomarbeit zu besprechen. Sehr ärgerlich.
In Bastis Bude angekommen, bastelten wir jedoch erstmal neue Sounds auf meinen Sampler, den ich ja ungeschickterweise in Kiel auf die Werkseinstellung zurückgesetzt habe. Wir, das waren in diesem Fall Tobi und Basti. Ich hingegen besuchte den örtlichen Plus-Markt. (Im übrigen habe ich noch nie so viele Menschen mit Rasta-Frisur gesehen wie in und um diesen Markt. Hier gerät man glaube ich ohne eine solche Haarpracht schnell ins soziale Abseits.)
Bei unserer Abfahrt wurde es bereits wieder dunkel und Berlin wollte uns einfach nicht so einfach wieder rauslassen. Auf das Navi war nur bedingt Verlass, denn es wollte uns konsequent über irgendwelche gesperrten Strassen leiten. So bekamen wir eine kostenlose, aber ungewünschte, Stadtführung: das Rote Rathaus, das Brandenburger Tor, Holocaust-Mahnmal, Palast der Republik, usw. usf.
Nach Halle war es dann aber gar nicht mehr weit. Einmal über den Brocken(Harz) und schon ist man da. Die Reilstrasse 78 ist ein ehem. besetztes Haus und hat sich etwas wenig originell nach seiner eigenen Adresse benannt. Wie in den meisten AZ's üblich gibt man sich auch hier relativ wenig Mühe mit der Toilettenhygiene. Der Saal war aber ziemlich sahnig.
Der Tontechniker des Ladens hatte sich alledings ausgerechnet heute "verhoben" und vergessen abzusagen, weshalb die Hausanlage so gegen halb 10 von uns selber aufgebaut wurde. Uwe, der einzige von uns der sich ansatzweise mit so was auskennt, unterbrach aber nur äußerst widerwillig sein Kickerspiel. Irgendwann konnte es losgehen. Gtuk kam super an. Wir spielten eher so semi und bei Lt.Mosh versuchte ich zu diven tat mir bei der Landung am Knie weh. Mensch ich wer' alt. Kall mei Drobbe!

 

 

Mi 3.1.07 Leipzig - Conne Island

505.000 Einwohner, größtes zusammenhängendes, innerstädtisches Waldgebiet Europas

["House of the filthy, house not a home
House of destruction where the lurkers roamed
House that belonged to all the homeless kids
Kids of the black hole" (Adolescents - Kids of the black hole)]

Aufstehen, frühstücken, einladen, schwimmen gehen!!! Ab in's Mayamare-Bad. Wir stellen fest, dass die Innenstadt van Halle, der absolute Stadtkern also, aus ein paar leerstehenden Plattenbauhochhäusern besteht. Sehr hübsch. Das Mayamare begrüsst uns dann mit dem Horrorplakat "Montag bis Mittwoch: Ruhen statt Rutschen". Puh, zum Glück heben die Schulferien diese Nazi-Regelung auf und somit entert die stinkende Meute den Wellnesstempel. Es wurde gerutscht und gewhirlt (oder wie man das auch immer nennen mag). Insgesamt vier Rutschen gab es. Aber leider auch viele, viele Kinder, so dass man immer lange anzustehen hatte. Außerdem glaube ich, dass an diesem Tag hier ein worst-tattoo-Wettbewerb stattfand.
Zu guter Letzt versuchten wir uns auch noch an einem 11er-Bob durch die Black-Hole Rutsche, der jedoch kläglich versagte. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Unsere Abfahrt verschob sich noch etwas, denn Tim hatte noch ein Rutsch-Date mit der hübschen Bademeisterin laufen.
Leipzig hieß uns dann wenig später mit zwei Begrüssungsfotos einer Ampelblitzanlage in ihrer Stadt willkommen. Ärgerlich. Das Conne Island machte da seine Sache schon besser. Wir bekamen das krasseste Bandessen aller Zeiten! Was es nicht alles gab: Rote-Beete-Suppe, Gnocci, Wildreis, Wildpilzraout, Curry-Sahne Hühnchen, Soja in Erdnussauce, und, und, und.... Wir konnten es gar nicht wahr haben. Entsprechend gut genährt konnte das Konzert beginnen. Als wir zuletzt hier waren spielten wir in der großen Halle mit Against Me. Heute zockten wir im Café des Hauptgebäudes. Alles cool! Laura war da, Kiki war da, Felix war da, Justus war da! Die Show war ziemlich cool. Langsam bekamen wir richtig Routine rein und es machte richtig Spass.
Ziemlich erschöpft schleppten wir uns dann in die Wohnung von Mirko, dem Veranstalter. Doch fast alle waren von einem Party-virus befallen und wollten noch auf irgendeine Studentendiskoparty. Benni und ich waren die einzigen die blieben. Ich legte mich auf mein Feldbett und schaute mir eine archäologische Doku im Fernsehen an und gab mir selber vor das interessant zu finden. Ich konnte sehr gut schlafen.

 

 

4.1.07 Dresden - AZ Conni

503.000 Einwohner, Heimat des "Meißener" Porzellans und zu 4% katholisch

["...and it's so easy to by anti, close your mind up tight
and you walk around the world,
thinking everything you know is right
it's so easy to protest and so hard to fucking give
no one person has the answers, there's no one way to live" (H2O - EZ 2B Anti)]

Die Party schien dann doch irgendwie ein Reinfall gewesen zu sein und ich war froh fit zu sein und konnte mit dieser Agilität allen auf den Geist gehen. Zurück im Conne Island gab es dann ein Frühstück/Brunch, das dem Essen von gestern abend in nichts nachstand. Rührei, Schokobrötchen, Obst, Lachs, Säfte, pipapo.
Heute stand jede Menge Kultur auf dem Programm. Zuerst besuchten wir das Leipziger Völkerschlachtsdenkmal. Ein monumentaler Klotz mit Teich, der uns an den heldenhaften Tod unserer Jungs im Kampf gegen Napoleon erinnern sollte. Wir schossen Fotos und gingen wieder. Erstmals kam so ein bisschen Klassenfahrtfeeling auf. In Dresden ging der Spass dann weiter. Als wir den Bus am AZ abgestellt hatten ging es für uns Kulturhungrige zu Fuss in Richtung Altstadt. Dort war es leider schon dunkel und es regnete. Wir lernten von unserem Reiseführer Domenik anekdotisch vorgetragene Fakten zur Semperoper, über den einstigen Herrscher des "Zwingers" und anschließlich ließen wir es uns natürlich nicht nehmen die Frauenkirche zu besuchen.
Zurück in der Neustadt machten wir mal wieder einen ausgiebigen Supermarkteinkauf und einen noch ausgiebigeren Soundcheck. Soundmann Hagen(?) bestand darauf. Außerdem schauten wir uns im Backstageraum das Siggi-Video auf youtube ca. 667 Millionen mal an. Ich finde, dass jeder Backstageraum einen Internetzugang bräuchte. Der hier in Dresden hat obendrein auch noch frisches Obst, Malzbier, Bananensaft und liegt obendrein auch noch direkt neben der Bühne. Was will man mehr! Veranstalter Frank ist übrigens ein ziemlich cooler Typ.
Wir fingen heute an und ich glaube wir waren nicht sonderlich toll heute. Lt.Mosh waren solide und bei Gtuk brannte dann die Hütte. Basti musste Zugaben noch und nöcher spielen.

 

5.1.07 Mannheim - Juz

324.000 Einwohner, ästhetisch gesehen völlig zurecht Partnerstadt von Chisinau(Moldawien)

[" Driving on the road again
Another meal in the back of the van
Still tired, do you remember last night?
Can you pass me another beer?
Or where is the tape I wanna hear?
Are we there yet?
God I miss my bed!" (The Travoltas - One for the road)]


Schon wieder im Pech: Auf dem Weg vom AZ zur Autobahn sollten wir eigentlich an jenem Knast vorbeifahren auf dessen Dach der Vergewaltiger Mario M. (oder so) erst vor kurzem die Nation in Atem gehalten hatte. Stattdessen sahen wir nur die gewöhnlichen Baumärkte, Tankstellen und Fastfoodrestaurants auf unserer Wegstrecke. Doch selbst dieses Pech sollte noch übertroffen werden. Auf dem Rastplatz Eisenach (nahe des Brocken, Harz) merkten wir, das der penetrante Gestank den wir vorurteilsbehaftet wie wir sind dem Osten zugeschrieben haben aus dem Motorraum des Kombis der Mosher kam. Die Lichtmachine war im Arsch und die Autobatterie roch wie eine Latrine in der Sahara. Der Herr vom ADAC erklärte daraufhin die Fahrt für beendet. Nach einer kurzen Endzeitstimmung fuhren drei der Moscher mit dem Abschleppauto in's Tal und mieteten sich kurzerhand ein neues Vehikel. Weiter ging's.
In Mannheim sollten heute außer uns drei Bands noch SIRENS, THE NOW-DENIAL und EMPTY VISIONS. Entgegen unseren Befürchtungen füllte sich die Hütte pünktlich um 21 Uhr mit Leuten. GTUK eröffnete die Show und erntete einige erschreckte Blicke. Schlussendlich wollten trotzdem viele eine Zugabe hören. EMPTY VISIONS waren ganz cool. Wir spielten danach und waren erneut nur "na ja". SIRENS waren super cool. LT.MOSH mega cool. NOW-DENIAL waren auch cool.
Die anschließende Nachtruhe wurde nur kurz unterbrachen als im Pennraum Juzes der neben den Bands auch von Konzertbesuchern be"pennt" wurde, jemand schlafwandelnd vor Fabs Bett pissen musste. Im Schutze der Dunkelheit konnte derjenige aber wieder in sein Bett flüchten, bevor er identifiziert wurde. Wir hatten aber einen begründeten Verdacht (und es war keiner von uns). Haha.

6.1.07 Leverkusen - Kulturausbesserungswerk

160.000 Einwohner, benannt nach der Firma des Herrn "Leverkus", größte kulturelle Leistung: das Bayerkreuz

["Our future is clear
No one seems to care
Armageddon is near
The end is here" (SS Decontrol)]

Ich war mal wieder der erste der aus dem Bett kam und vertrieb mir die Zeit bis zum Frühstück mit Kaffee von der Tanke und rumlaufen. Mannheim ist wirklich unglaublich hässlich. Zusammen mit der Nachbarstadt Ludwigshafen bildet Mannheim eine wahrlich unschöne Symbiose. Doch das Ganze sollte noch getoppt werden, den heute ging es nach Leverkusen. Leverkusen ist Chemieindustrie + Kleingartenverein + Reihenhaus. Das scheinbar einzigst vernünftigste an Leverkusen ist (neben der Nähe zu Köln) das Kulturausbesserungswerk in dem wir heute gastierten. Ein cooler Club auf einem ehemaligen Bahngelände gegenüber von einem Motorradclub für Familienpapis.
Unsere Pennräume dienten offenbar auch einer Theatergruppe als Requisitenlager. Also vertrieben wir uns etwas die Zeit damit anhand eines Skriptes ein Theaterstück mit furchtbar viel Fäkalsprache zu spielen. Ich behaupte mal, dass wir echt Talent haben. Vielleicht sollte der ein oder andere von uns eine zweigleisige Karriere anstreben. Diejenigen, die das Theaterstück nicht interessierte vertrieben sich die Zeit damit ein dämliches begrüssungs-zeremonielles Klatschspiel zu erfinden. Ziemlich infantil.
Die Show war klasse und zu guter Letzt spielte GTUK sein Set bis zur Sperrstunde. Spätestens beim Blümchen-Cover kochte der Saal und es wurde getanzt und gestagedivet.

Am nächsten Morgen ging dann eine ereignisreiche Tour zu Ende. Unter Tränen verabschiedete man sich am münsteraner Proberaum und jeder fuhr seinen Weg. Schön war's.
Danke an alle für die schönen Tage.
Matze

 

 

26.1.07 15:02


ANTITAINMENT - TRAGIC VISION TOUR APRIL 2006

Mo 10.4. Wien(A) – Movimento


Der Tag begann für uns unglaublich früh. Um 6 Uhr trafen wir uns am Frankfurter Hbf um mit dem Regionalexpress nach Hanau zu fahren, wo uns dann der Tourbus aufgabelte. Bis wir dort dann tatsächlich losfuhren dauerte es natürlich erst mal eine Ewigkeit. Leute einsammeln, laden, Kaffeetrinken, Supermarkt und und und. Zu Acht (Tragic Vision, Antitainment, und Busfahrer Paul) ging es dann aber irgendwann auf die Autobahn nach Wien. Paul, der erst wenige Stunden zuvor von der Flyswatter-Tour zurückgekehrt war, machte es sich erst mal im Bett über dem Stauraum bequem. So ein Tourbus ist schon was geiles. Bei unserer Ankunft in Wien, war dieser auch schon mit coolen 50cent-Postern dekoriert. Zudem versuchten wir die in der Bravo erschienenen goldenen Regeln „wie man Weiber rumkriegt“ von Bass Sultan Hengst auswendig zu lernen und zu verinnerlichen. Für uns eine echte Quelle der Inspiration. Im Movimento gab es dann für uns ein echt leckeres Buffet mit veganem Essen. Zudem hat mir der Jo eine authentische end-80er Fussballerfrisur geschnitten die mich bei jedem Blick in den Spiegel erschaudern lässt. Naja, zum Glück gibt es nicht überall Spiegel in einem Punkerclub.

Als erstes gehen dann TV auf die Bühne und spielen ein solides Set. Millo, der sich eigentlich von einer Weisheitszahnoperation regeneriert versucht möglichst nicht zu sehr zu schreien und vor allem nicht zu lachen, was ihm eher schlecht als recht gelingt. Danach sind wir dran und werden vor allem von ein paar Jungs in selbstgemachten Antitainment-Shirts abgefeiert. Wie geil ist das denn! Für sie und ihre Freunde müssen wir dann endlos viele Zugaben spielen, was dann irgendwann peinliche Züge annimmt.

Nachdem die PA abgebaut ist kommt aber erst der eigentliche Headliner auf die Bühne. Die zwei „local heroes“ der „Die Schinkenkäsies“ schmetterten einige Male ihren Hit „Duach den Monsuän“ durch die nicht verkabelten Mikrophone. Ein wahres Fest.

Der Tag fand dann aber ein trauriges Ende als unser Fahrer/Mercher Paul sich unglücklich die Schulter brach und am nächsten Morgen die allzu frühe Heimreise antreten musste.


Di 11.4. Budapest(HU) – Music Factory

Nach Pauls Verabschiedung machten wir uns auf nach Ungarn. Kurz vor der Grenze konnten wir noch ein kleine Familie aufgabeln, deren Auto liegengeblieben war und die uns ein gutes Trinkgeld gaben.

Im Budapester Vorort Budaörs besuchten wir als erstes einmal Gabors Oma. Das ganze ist ein festes Ritual von jeder TV-Ungarntour. Wir wurden bestens bekocht, konnten duschen und fuhren anschließend relaxt zum Konzert. Der Club lag am anderen Ende der Stadt und am Ende eines großen Fabrikgrundstücks. Hätten wir nicht die Wegbeschreibung gehabt, wäre hier der letzte Ort, wo ich ein Konzertort vermuten würde. Aber egal. Ausgeladen, soundgecheckt und auf die erlösende SMS mit dem Ergebnis des Pokalhalbfinals der Eintracht gewartet. Da das Konzert erst kurzfristig anberaumt wurde, fanden sich nicht gerade viele Leute im Club ein. Zwei weiter Bands spielten heute abend, unter anderem Nazde, mit den wir später auch noch in Szeged zusammenspielen sollten. Wir spielten ein echtes Grottenset, dessen einziges Highlight das 1:0 der Eintracht war. TV hingegen überzeugten auf ganzer Linie. Nicht wenige waren wohl extra wegen ihnen da.

Als nächstes stand aber nun eine Horrorfahrt nach Sofia bevor, und daher machten wir uns schon um halb Zwei nachts auf Achse.


Mi 12.4. Sofia(BG) – O’Shipka Club

Fahren, fahren, fahren. Kurz nachdem ich das Steuer übernommen hatte entschied sich auch als bald die serbische Polizei die Ost-West Achse zu sperren und uns über eine Passtrasse Richtung Sofia zu schicken . So quetschten wir uns mit den Reisebussen und anderen Vehikeln vorbei an Hochwasserflüssen auf furchtbar kleinen Straßen. Ohne größere Grenzprobleme gelangten wir dann irgendwann zum O’Shipka-Club, den wir bereits vom Vorjahr kannten, jedoch auch nicht auf Anhieb zu finden war.

Und weil es so billig war aßen wir wieder einmal in dem zum Club gehörendem Restaurant bis wir platzten. Da waren wir aber auch die Einzigen, denn der Club platzte nicht gerade aus allen Nähten (hahaha). Naja, es ging schon, aber ich meinte, dass es beim letzten Mal voller war. Trotzdem eine coole Show, und manche kannten wieder ein paar Songs von uns. Ziemlich im Arsch pennten wir erneut beim Veranstalter Alex, der auf alles ziemlich gelassen und cool reagiert, nur nicht wenn man in seinem Aufzug hüpft.


Do 13.4. Asenovgrad(BG) - City Library

Einheimische freuen sich, nach Gabors Meinung , wenn man beim nach dem Weg fragen versucht sich slawisch auszudrücken. Die Meisten reagierten jedoch etwas verstört auf die Frage wo denn das Koncertu sei, was auf diesem Plakatinski zu sehen wäre. Schlussendlich fanden wir dann doch den Club, der unterhalb der Stadtbibliothek und im absoluten Stadtzentrum gelegenen war. Veranstalter Toni spricht besser Englisch als wir, spielt in der Band Mindown und ist ein unglaublich cooler Dude. Seine Freundin Ani spricht besser deutsch als wir und wird daher konsequent in englisch vollgelabert. Wir essen wie immer im Restaurant. Wahrscheinlich wie immer Pizza. Tobi wahrscheinlich Salat. Oder nix.

Konzert ist recht voll und saucool. Bei Tot- und Zeitschlag kommt ein Typ auf die Bühne und singt das komplette Lied mit, obwohl er kein Wort deutsch kann. Wow!

Ziemlich zerstört teilen wir uns auf die Wohnungen auf. Ich, Millo und Uwe pennen bei Ani. Ani hat einen Hund der wie ein Ewok aussieht und eine ultranette Mutter, die uns morgens gefüllte Blätterteigdinger macht.



Fr 14.4. Varna(BG) – Area 51

Welch Freude. Mindown fahren mit uns zusammen nach Varna, weil die da auch spielen werden. Allerdings einen Tag später. Es geht früh los, denn wir haben eine lange Strecke ausschließlich über Landstrassen zu bewältigen.

Unterwegs gab es noch die Mördersituation als eine Brücke auf einer Spur gesperrt ist und der Verkehr durch eine Ampel geregelt wird. Die Ampel springt geschätzte 30 Sekunden vor uns auf Rot, was jedoch keinen der Autofahrer davon abbringt nicht rüberzufahren. Toni auch nicht. Also muss ich (200 m hinter ihm) auch noch rüber, was der Gegenverkehr inzwischen nur noch unter größter Empörung zulässt. Hölle. Der Rest der Busbesatzung hat’s schlafbedingt leider nicht mitbekommen.

In Varna wie gewohnt großes Hallo mit den Crowfish-Leuten. Dann Konzert. Dann Saufgelage. Dann ist Michael, bei dem wir schlafen sollen verschwunden. Und als er auftaucht geht es in die Wohnung von Nikki, bei dem so etwas wie eine Party läuft, deren Besucherzahl durch uns und die Mindown-Crew in etwa verdreifacht wurde. Zu essen gab es Zatza (eingelegte Mini-Fische), eingelegten Knoblauch (Knollen nicht Zehen) und frischen Knoblauch. Dazu hochprozentigen Raki und massig an reinem Gras. Von allem wurde reichlich Gebrauch gemacht. A straight-edge nightmare. I can tell you that!

Um 5 oder 6 Uhr kutschierte ich schlussendlich die Meute tatsächlich wieder in die Innenstadt, in Michaels Bude.




Sa. 15. und So 16. 4. Varna off days

Das Konzert in Ruse fiel aus. Und da der Sonntag ohnehin ein off-day sein sollte, blieben wir zwei lange Tage in Varna. Ich kann euch sagen, es gibt schlimmeres als freie Zeit am Schwarzen Meer zu verbringen.

Wir aßen viel, asselten und hangen in Georges und Michaels Wohnungen rum.


Mo 17.4. Bukarest(RO) – Underworld


Unsere Befürchtungen, die Jahrhundertflut an der Donau könnte unserer Fahrt nach Rumänien im Wege stehen erwies sich als unbegründet. Von der Brücke aus ließen sich nur ein paar überflutete Wiesen erkennen. Langweilig. Bin dann noch haarscharf am Edgebreak vorbeigeschrammt, denn es war unsere Abmachung, wenn jemand eine Stange Zigaretten für einen Euro erwirbt, muss ich sie auf Ex rauchen. Im Duty-Free Shop gab es dann tatsächlich eine Stange feinsten Krautes für 1,50€. Noch mal Glück gehabt.

In Bukarest werden wohl seit langem Schlaglöcher gezüchtet und auch sonst ist der Verkehr dort die Hölle. Fahrradfahren sollte man hier vermeiden.

Der Club lag in der Innenstadt, unweit des Ceausescu -Palastes, an dem wir vorbeifuhren. Was für ein Ding. Das zweitgrößte Gebäude der Welt. Leider hatte ich keine Zeit für eine genauere Besichtigung, bzw. einen Stadtrundgang, denn wir müssen wieder gleich soundchecken und Konzert spielen. Dieses Zeitproblem ist der größte Scheiss am touren. Wann kommt man schon mal wieder nach Bukarest?

Konzert war dann aber auch sehr cool .Viele Leute. Andi geht während(!) des Spielens auf die neben der Bühne befindliche Toilette. Geilomat!

Anschließend geht es in die wie ausgestorbene Stadt zu dem Veranstalter Cicerone, wo wir was zu essen bekommen. Schlafen tun wir dann schlussendlich bei Eva und ihren Mitbewohnern. Eva kannten wir bislang nur aus Emails. Sie ist eine Freundin von Freunden aus Hamburg und arbeitete als Sozialarbeiterin in Bukarest.


Di 18.4. Lugos(RO) - ???


Aufgeweckt vom Straßenlärm, zog ich mir das Strassengewirr schlaftrunken vom Balkon des siebten Stocks rein. Endlose 5-spurige Straßenlawinen versuchten allesamt sich hupend mit den Straßenbahnen die Kreuzung zu teilen. Diejenigen von uns, die da unten grad irgendwo im Bus pennten, hatten wahrscheinlich wenig Spass als ich hier oben. Um halb 11 ging es dann los Richtung Lugos. Der Veranstalter ais Timisoara hatte uns dort spontan eine Show klargemacht, nachdem die Show in Craiova ausgefallen war.

Mehrere Stunden nach Abfahrt hatten wir Bukarest immer noch nicht verlassen. Wir konnten den Weg raus beim besten Willen nicht finden. Die Beschilderung war mehr als nur beschissen. Langsam mussten wir echt Angst haben, ob wir es rechtzeitig schaffen sollten. 500 km auf rumänischen Straßen sind wahrlich kein Pappenstil.

Fahren, fahren, fahren. Vorbei an Fabriken, Dörfern, Gebirgen, Ölfeldern. Und kein Ende in Sicht. So kamen wir erst kurz nach 11 und völlig zerstört in Lugoj an. Was aber auch nicht sonderlich schlimm war, denn neben dem Veranstalter und der Thekenkraft waren bei dieser Umsonst-Show nicht einmal zehn billardspielende Kids. In anbetracht der Uhrzeit spielten dann auch nur TV. Und unmittelbar danach ging es noch einemal auf eine 1,5 stündige Fahrt nach Timisoara, von der ich schlafenderweise zum Glück nichts mitbekam.


Mi 19.4. Timisoara(RO) – Inca


Der Parkplatz, auf dem wir des nachts menschenleer unseren Bus abstellten, war gegen halb sieben zu vollem Leben erwacht. Und ich zwangsläufig mit ihm. Direkt neben mir ein riesiger Marktplatz mit bunten Treiben. Ich muss pissen, kacken, bin müde, ich stinke, habe Hunger, es regnet, es ist kalt, die Tür zum Pennraum der anderen ist zu. Kein Bock.

Also mache ich was ich in so Situationen immer mach. Ich laufe rum. Der historische Stadtkern mit der hübschen Synagoge und Wasweisichnoch, von dem mir Wochen später ein Uni-Kollege berichtete und der wohl ganz in der Nähe war, entgeht mir völlig. Stattdessen gibt es abgeranzte sozialistische Wohnblocks, Supermärkte, Regen, Schlaglöcher und eine Einkaufszentrum.

Nach einem langem Tag spielen wir dann endlich ein Konzert im Inca. TV haben hier wohl schon öfter gespielt und kommen gut an. Unser Gig ist eher mäßig. Die Bühne wackelt so sehr, dass ich ständig meine Orgel festhalten muss.

Heute penn ich im Pennraum des Incas. Ein Loch, dass in diesem alten Bau zuletzt 1891 frische Luft bekommen hatte. Pennraum ist gleichzeitig Aftershow-Partyraum. Mir egal. Ich ratz trotzdem ein. Tobi hat angeblich gerömert. Gibt’s aber nicht zu.


Do 20.4. Szeged(HU) – Texas


Nach dem Überqueren der Grenze kommen wir in eine ungarische Zollkontrolle, die bei uns nach nicht versteuerten Zigaretten suchen. Das taten sie bei uns nicht grundlos. Die Zöllner stellten sich aber nicht sehr schlau an und kapitulierten schon bald, obwohl wir die Stangen dreister Weise nicht einmal versteckt hatten. That’s not our problem!

Weiter nach Szeged, auf der Suche nach einem Schwimmbad. Gefunden hatten wir einen Wellnesstempel. Endlich konnten wir (außer der pennende Tobi) den unseren stinkenden Leiber waschen, in der Sauna die Poren öffnen und im grünlichen Teewasser abhängen. Geil!

Danach Sightseeing und Hochwasser-Katastrophentourismus meinerseits.

Das Texas war eine kleine Kneipe am Stadtrand, dessen größte Attraktion wahrscheinlich die Thekenkraft Moni ist. Vom Soundcheck und dem Großteil des Konzerts bekam ich gar nichts mit, denn ich war im Bus am pennen. Pünktlich zu unserem Gig ging ich dann auf die Bühne, und hey! Geiler Gig! Voller Raum, Stagedives, Good times, High-Fives! Vielleicht die beste Show der Tour. Bei TV ging es dann genau so zur Sache.

Gepennt wurde dann beim Naszde-Sänger, der in einer ziemlich reichen Neubaugegend wohnte.


Fr 21.4. Eger(HU) - ???


Nach einer netten Tour durch die Puszta erreichten wir des nachmittags Eger. Die Show sollte in einem Hinterzimmer eine Kneipe stattfinden. Bekannte von Tragic Vision kamen hin, aber ansonsten keiner.

Kurzerhand wurde der Raum bestuhlt und wir legten los. Dies sollte sich als Fehler rausstellen. Kurzes Protokoll unserer schlechtesten Show ever. Erster Song: Synthie ist schief. Neuanfang. Seite reißt. Pause. Nächster Song: Gitarre geht kaputt. Auftritt vorbei. Unglaublich. Da vergeht einem wirklich die Lust und wünscht sich, sich auf der Hinfahrt nach Chisinau oder so was verfahren zu haben.

Nach uns spielte irgendso ne Band. Tragic Vision oder so. Aber mal ehrlich. Der Gig war echt „sahnig“. Stuhlkreis vor der Bühne, Sitz-Stagedives und Jo spielt bei Hanau Hardcore Schlagzeug, während Millo aka. Ömer das Mikro in die Hand nimmt. Nach dem Konzert werden beinahe alle beim Konzert anwesenden Personen in den Bus verfrachtet und ich fahre die Meute erst zum Bier kaufen und dann in Wohnung von Tomas bei dem wir heute schlafen sollten


Am nächsten Tag ging es nach einem unvermeidlichen Besuch bei Gábors Oma wieder auf den langen Heimweg. Gábors Oma hält übrigens nicht allzu viel von veganer Küche, weshalb Tobi erneut auf trocken Brot und Tabak zurückgreifen musste. Aber der Rest legte sich bei Tische ganz gut ins Zeug.

An den Rest der Fahrt habe ich kaum noch erinnern. Wahrscheinlich bin ich viel gefahren. Und irgendwann sind wir dann sicher müde irgendwo an und ruhten uns aus. Wahrscheinlich.
23.12.06 02:58





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